Fantastisch:
- Es gibt einen Multimode mit 4 Parts, und für jeden einen eigenen analogen Stereoausgang. Vorbildlich. Um da nicht (allzu) in den Stimmenklau zu geraten, empfehle ich auf jeden Fall den M mit 16 Stimmen.
- Der Basissound ist mit 96 Wavetables überwiegend abwechslungsreich. Und wenn das nicht reicht, ist Platz für weitere 32 User Wavetables.
- 2048 Preset Speicherplätze, davon 1024 vorbelegt. Dazu 128 Multimode Speicherplätze.
- Solide Verarbeitung, nichts Wackelt oder macht einen billigen Eindruck
- Der Sound hat einen eigenen Charakter und ist eine tolle Ergänzung zu anderen Klangerzeugern.
- Das Wichtigste: das Gerät macht einfach Spaß. Man verliert beim Soundschrauben die Zeit, was will man mehr ;)
Neutral:
- Es gibt keine FX Sektion. Die sind aber eh zum Teil schon klanglich in den Wavetables integriert und können weiterhin z.B. in der DAW hinzugefügt werden. Der Basissound ist grundsolide, und das zählt - es gibt kein Schönfärben der Presets durch das Überladen mit Effekten.
- Ich würde mir wünschen, dass Waldorf Sets für Wavetables anbietet, die man ohne umständliches Konvertieren und Kenntnisse über Formate etc. in den M laden kann.
- Es gibt keine Modulationsmatrix, die Zuweisungen (Anzahl, Struktur) sind (partiell) fest verdrahtet, teilweise kann aber die Source getauscht werden.
- Manchmal muss man sich vielleicht etwas zu viel durch die Menüs klicken. Hält sich aber noch im Rahmen.
Was besser sein könnte:
- Das Filter neigt bei höherer Resonanz zu massiver Lautstärkenreduktion. Das ist an sich schon etwas störend, weil man die Lautstärke entsprechend nachregeln muss. Bei Filterfahrten wird das zu einer echten Herausforderung an den Mix.
- Im Multimode kann nur für einen Part der 'modernere' Microwave II/XT Modus (16 bit etc.) aktiv sein. Liegt wohl an der DSP Auslastung.
- Es gibt nur zwei LFOs. Auch keine weiteren 'internen' (ohne Hardware Controller). Vielleicht kommen die ja mit einem Update.