Ausgangslage: Ich habe eine Benge-artige Trompete, die Jazz/Rock/Pop spielen möchte. Mit zu tiefen Mundstücken geht die interne Balance und Stimmung flöten. Mit zu flachen Lead-Mundstücken komme ich nicht zurecht. (Am besten geht da noch das Bach 5MV, aber für schmalzige Solos ist das schon etwas scharf.) Mein Lösungsversuch: Ein Breslmair Kessel, der nicht ganz so flach ist wie ein G4 mit einer nicht zu engen Rückbohrung.
Test: Also dieses G3A gekauft, da es die flachste G3-Variante ist mit einer 3,7mm Bohrung (genau zwischen Breslmair Standard 3,8 und Bach Standard 3,6). Kombiniert mit einem H-Rand und einer 5er Rückbohrung.
Ergebnis: Genau wie ich gehofft hatte: Intonation und Balance zwischen den Registern passen, strahlender Ton mit genug "sizzle", aber problemloses Spiel bis in die Tiefe. Müsste für alles von Blasmusik bis Big Band passen. Man kann auch in der Höhe gut mit Luftdruck arbeiten.
Fazit: Für extrem High-Note-Lead möglicherweise eine Spur zu groß, aber die "Money Range" (der Bereich wo man das meiste Geld verdient, zwischen c' und es''') geht super los und klingt offen.
Noch zu testen: Ich könnte mir vorstellen, dass die Kombination G3A+5er Stängel auch auf Pikkolotrompeten gut klingt. Muss ich aber erst testen. Ich könnte mir auch vorstellen, dass dieser Kessel mit z.B. einem J-Stängel noch richtig Biss bekommt. Wärmstens empfohlen.